Cyclocross-Saison 2019/20 – ein Rückblick der etwas anderen Art

Cyclocross ist ein Sport, der bei jedem Wetter Spaß macht – dem einen mehr, dem anderen vielleicht weniger. Weniger wahrscheinlich am ehesten dem Mechaniker, denn gerade beim „typischen Crosswetter“ (Regen, Matsch, Eis-Matsch) ist dieser Sport sehr materialintensiv. So kann an manchem Rennwochenende schon mal Verschleißmaterial im Wert von 50-100 EUR oder mehr zu Schaden kommen.

Ich habe in dieser Saison einmal versucht diesen Materialverschleiß bildlich darzustellen und daher alles gesammelt, was ich während der Saison an Teilen an meinen beiden Rädern getauscht habe. Zusammengekommen ist eine beachtliche Liste, die bestimmt noch nicht einmal vollständig ist:

  • 2x Kette plus Kettenschloss
  • 5 Sätze Bremsbeläge
  • 2 Achsadapter
  • 2 Naben-Kugellager (eines davon hat sich komplett aufgelöst)
  • 2 Füllungen Dichtmilch für die tubeless-Laufräder
  • zwei Schaltungsrädchen
  • ein 1-fach Kettenblatt
  • und einige Kleinigkeiten habe ich bestimmt noch vergessen 🤘🤪

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Besonders gelitten haben die Bremsbeläge:

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Der Crosser hat jetzt seinen verdienten Platz für den Sommer gefunden – frisch geputzt, gewartet und bereit für den nächsten Herbst:

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Nils‘ Cyclocrosser goes tubular oder Schlauchreifen kleben mit Tufo Klebeband

Schlauchreifen sind bei den Cyclocross-Pro’s der Standard, dort wird meines Wissens nach nichts anderes mehr an Reifen gefahren. Selbst tubeless, womit wir bisher schon gute Erfahrungen gemacht habe, werden nichts verwendet. Und da wir Cycling Pirates ja von den Pro’s immer wieder gerne lernen, muss für diese Saison ein Laufradsatz tubulars für Nils her 😉

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Die einfachere Variante als flüssigen Kleber zu verwenden, soll das Tufo Klebeband sein. Dieses werde ich hier daher auch verwenden, dazu eine Mavic Mach 2 CD2 Felge und ein Tufo Flexus PRIMUS 32mm Reifen.
Was wird also alles benötigt?

  • ein Laufrad mit passender tubular-Felge
  • ein Schlauchreifen
  • Tufo Klebeband in der passenden Breite
  • eine Schere
  • eine (Stand-)Pumpe

Also Vorbereitung sind eigentlich nur zwei Dinge zu tun: Die Felge muss sauber sein (ggf. von altem Kleber/Klebeband gereinigt) und der Schlauchreifen sollte zum Vordehnen bereits ein paar Tage auf die Felge aufgezogen worden sein (natürlich ohne Kleber).

Das Tufo Klebeband aufkleben

Als erster Schritt der Montage bericht_02.jpgwird das Klebeband auf die Felge geklebt. Man startet mit einem kleinem Abstand zum Ventilloch und arbeitet sich rundherum vor. Dabei heißt es darauf aufzupassen, dass das Klebeband mittig auf der Felge platziert wird und die Schutzfolie noch am Klebeband haftet. Für die meisten Felgen wird das Tufo-Klebeband etwas länger sein als der Felgenumfang, das verbliebene Stück wird daher einfach abgeschnitten. Die Schutzfolie wird nun an den Enden im 90° Winkel nach außen abgeknickt, um es später besser herausziehen zu können.

Schlauchreifen montieren und zentrieren

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Nun wird der Schlauchreifen auf die noch vorhandene Schutzfolie auf die Felge aufgezogen. Beginnt dabei immer vom Ventil aus und arbeitet euch dann von dort aus auf beiden Seiten gleichzeitig weiter vor. Schwierig wird nur das letzte Stück, da der Reifen meistens sehr satt auf der Felge sitzt. Achtet vorher unbedingt darauf, ob die Ventillänge des Reifens für eure Felgen ausreicht, eventuell müsst ihr sonst eine Ventilverlängerung nutzen.
bericht_04.jpgSitzt der Reifen auf der Felge, wird er mit der Pumpe auf ca. 1 Bar aufgepumpt und penibel auf der Felge zentriert. Versucht dabei den Reifen so gut es geht mittig und ohne Verdrehung zu justieren, um eventuelle Unwuchtstellen zu beseitigen. Wenn der Reifen erst einmal klebt, kann hier nicht mehr nachgearbeitet werden. Und je runder der Reifen läuft, umso besser wird am Ende das Fahrverhalten sein.

Um den Reifen endgültig auf die Felge zu kleben, muss nun noch die Schutzfolie entfernt werden. Diese lässt sich mit ein wenig Geduld relativ einfach zwischen Reifen und Felge herausziehen.

Fertig kleben und „einfahren“

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Bevor der Reifen auf den gewünschten Luftdruck aufgepumpt wird, sollte man nun noch das Ventil entfernen und etwas Dichtmilch als prophylaktischen Pannenschutz einfüllen. Ist der Reifen danach wieder aufgepumpt, so kann man das Laufrad einbauen und sofort losfahren. Der Kleber braucht keine Trocknungszeit und kann sofort belastet werden.

Ich persönlich empfehle den Reifen zumindest auf einer kurzen Testfahrt mit etwas mehr Luftdruck auf Asphalt einzufahren, bevor es ins Gelände geht.

 

Rennrad: Ich packe meine Sattelsasche…

…und was muss ich nun alles mitnehmen?

Das ist eine sehr gute Frage, die ich immer mal wieder gestellt bekomme. Am Anfang meiner Rennrad-Karriere war meine Satteltasche meistens zu groß und zu voll gestopft. Später wurde sie immer kleiner, weil leichter, dafür fehlt im kritischen Moment evtl. das passende Werkzeug. Inzwischen habe ich ein relativ gutes Mittelmaß gefunden, mit dem ich gut klar komme und in eigentlich jeder Situation ausreichend ausgestattet bin.

 

Satteltasche

Beginnen wir mit der Satteltasche an sich, denn auch hier gibt es aus meiner Sicht einige Kleinigkeiten zu beachten. Natürlich sollte die Tasche zu aller Erst groß genug für alle Inhalte sein. Wichtig ist aber auch, dass die Tasche stabil ist und vor allem auch gut am Sattel hält! Allzu oft sehe ich riesige Taschen an Sätteln baumeln, zwischendurch herunterfallen oder auch einfach nur beim Treten an den Oberschenkeln im Weg sein. Und schon zerfetzt man sich nach und nach seine gute und teure Assos Bib…

Meine Empfehlung ist daher die Vaude Race light S für’s Rennrad und die selbe Tasche in Größe M am MTB. Die Tasche ist aus sehr stabilem Material und der Reißverschluss ist ebenfalls sehr stabil und auch mit kalten und nassen Fingern gut zu nutzen. Der Größe Vorteil aus meiner Sicht ist aber, dass die Tasche mit 3 Klettverschlüssen am Sattel befestigt wird, wobei eigentlich einer davon schon ausreichen würde. Durch die drei Fixpunkte wackelt die Tasche nicht und hält auch im Gelände am MTB oder Crosser bombenfest!

 

Aber nun zum Inhalt meiner Satteltasche. In meiner Satteltasche habe ich immer folgendes dabei:

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  • Minitool
  • Schlauch
  • Reifenheber
  • Stück alten Mantel
  • 5-EUR-Schein
  • optional: Schnell-Flicken und Ventil-Adapter für die Tankstelle

 

Das Minitool

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Ein Minitool sollte man in der Satteltasche immer dabei Haben. Damit lässt sich (je nach Modell) alles am Rennrad los- oder festschrauben, was sich unterwegs lösen könnte. Wichtig ist dabei, heutzutage gibt es neben Inbus- auch ab und zu Torx-Schrauben am Rennrad. Checkt daher unbedingt vorher an eurem Rad ab, was für Schrauben verbaut sind.

Natürlich gibt es Minitools auch in „nicht-mini“, dafür dann mit noch viel mehr Funktionen, Das sei natürlich jedem selbst überlassen, was man sich hier an Gewicht in die Satteltasche packen möchte. Zu guter Letzt kann man mit so einem Minitool auch sehr gut die Pre-Tour-Weizen-Flasche öffnen 😉

 

Schlauch

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Muss man dazu noch etwas schreiben? Natürlich! Denn ein Schlauch ist zwar immer ein Schlauch, aber je nach Höhe der Felge braucht man auch ein entsprechend langes Ventil. Wer also mit Hochprofilfelgen fährt, der sollte unbedingt auch einen passenden Schlauch mit 60 oder 80mm Länge dabei haben. Alternativ gibt es natürlich auch Ventilverlängerungen zum Einschrauben in das Ventil, aber damit bin ich persönlich nie so richtig warm geworden. Wenn man mit so etwas einmal negative Erfahrungen gemacht hat… Ihr kennt das bestimmt.

Und wer in seiner Satteltasche gerne einen alten geflickten Schlauch mitnimmt, der sollte vorher unbedingt sicherstellen, dass der gebrauchte Schlauch auch dicht und gut geflickt ist. Einen kaputten Schlauch durch einen anderen kaputten Schlauch zu tauschen kratzt nämlich unterwegs ein wenig an der Movitiation 😉

 

Reifenheber

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Stets im Gepäck sollten zwei Reifenheber sein. Auch hier ist wie so oft die Marke nicht ausschlaggebend, aber man sollte den Reifenheber zumindest Zuhause bereits einmal erfolgreich verwendet haben. Die meisten Reifen lassen sich zwar auch per Hand auf und von der Felge heben, aber in der kalten Jahreszeit mit kalten und nassen Fingern ist so ein Reifenheber dann doch sehr hilfreich.

Warum eigentlich zwei? Naja, weil einige Kombinationen aus Reifen und Felge eben zwei Reifenheber erfordern. Wenn der Reifen extrem stramm auf der Felge sitzt, dann ist man mit nur einem Reifenheber häufig verloren. Zum anderen kann aber so ein Reifenheber auch gerne mal brechen, auch dann ist ein zweiter Reifenheber recht nützlich.

 

Ein Stück alten Mantel

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Seit einem geplatzten Reifen an einem Sonntag knapp 80km von Zuhause entfernt, habe ich IMMER ein kleines Stück alten Mantel in der Satteltasche deponiert. Das Stück wiegt im Grunde nichts, kann dir aber im Notfall die Heimreise retten. Sollte dir nämlich einmal ein Mantel platzen, dann kannst du vor dem Einsetzen eines neuen Schlauchs das Stück alten Mantel von innen als Notflicken in den Reifen legen. Damit verhinderst du, dass der neue Schlauch sich durch das Loch durch den Mantel drücken kann.

 

5-EUR-Schein

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Einen kleinen Notgroschen dabei zu haben ist auf jeder Tour gut. Ob für eine Cola an der Tanke, einen zweiten Ersatzschlauch beim netten Fahrradhändler oder für den Kaffee während einer kurzen Pause in der Sonne. Vergesst nur für die nächste Tour nicht den Notgroschen wieder aufzufüllen, falls ihr ihn ausgegeben habt.

Übrigens kann man einen Geldschein durch seine dichte Papierstruktur auch sehr gut als provisorischen Mantelflicken verwenden. Wer also kein Stück alten Mantel dabei hat, dem ist damit vielleicht ja auch schon geholfen.

optional: Schnell-Flicken, ein Ventil-Adapter für die Tankstelle oder weiteres Werkzeug

Natürlich ist meine obige Auflistung keinesfalls Lückenlos oder für Jedermann geeignet, aber ich denke das wichtigste hat man mit der Zusammenstellung dabei. Wenn man nichts gegen eine etwas größere Satteltasche hat, dann gibt es noch ein paar nice-to-haves als Ergänzung.

Ein kleines Set Flickzeug oder Schnell-Flicken wären eine Möglichkeit oder ein Ventil-Adapter, damit man seinen Reifen ggf. auch auf der Tankstelle aufpumpen kann. Wer sich dann noch für den worst case absichern will, dem sei ein Kettennieter (gibt es auch in einigen Mini-Tools verbaut) und ein Kettenschloss ans Herz gelegt.

 

 

Und wie sieht der Inhalt eurer Satteltasche aus, was habe ich bisher vielleicht immer vergessen, was auf jeden Fall zukünftig mit an Bord sein muss? Schreibt es gerne in die Kommentare!

 

Das erste Bahnrad-Rennen

Letztes Jahr kam die Frage im Verein auf ob Interesse an Bahntraining bestehen würde. Klare Antwort: Natürlich… aber wir haben keine Bahnräder! Kein Problem, also schaffte der Verein MC Pirate, für den wir fahren, halt welche an.

Mit ohne Bremsen
Gesagt, getan trafen wir uns einige Wochen später im letzten Jahr zum Einführungstraining. Schauplatz: Die Radrennbahn Stellingen. Nach kurzer Einweisung rauf aufs Rad. „Oh man ist das komisch,“ mein erster Gedanke. Für Leute die sonst einen Freilauf und Bremsen am Rad haben, eine schon enorme Umstellung. Nach kurzer Eingewöhnung ist es aber machbar. Leider sind wir dann im letzten Jahr dann nicht zu weiteren Bahn-Einsätzen oder Trainings gekommen.

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Jens (unten) im Bahneinsatz

Rennen statt Training?
Neue Saison neuer Anlauf… nachdem ich dieses Jahr auch erst einmal auf der Bahn gewesen bin, wollte ich letzte Woche dann endlich mit dem Bahntraining beginnen.
Dort angekommen, habe ich leider feststellen müssen, dass Heute Bahnpokalrennen sind. Also wieder kein Training… So hatte ich mir das nicht vorgestellt und somit begann die Überlegung einfach die Rennen mitzufahren. Nach kurzer Rücksprache mit dem Veranstalter heftete ich mir eine Nummer auf den Rücken und los.

Ab ins Rennen
Da ich nun etwas spät dran war, hatte ich genau zwei Runden zum Einrollen bevor es zum Start ging. Beim Start musste ich mir erstmal den Modus des Rennen erklären lassen und zum Glück war das Feld mit 8 Startern überschaubar. 20 Runden und erster ist Sieger. „Eigentlich gut“ dachte ich, das kann ich mir merken. „Aber warum nur 20 Runden?“ Nach dem Rennen wusste ich warum: Bahnrennen sind echt hart!
Die ersten 10 Runden brauchte ich, um mich zurecht zu finden, danach bin ich mit durch die Führung und habe gleich einen Anfängerfehler gemacht… Somit war ich zwei Runden vor Schluss ganz hinten und vorne wurde das Tempo angezogen. Die ersten Löcher entstanden und ich ganz am Ende des Feldes. Da ich nicht als letzter ins Ziel kommen wollte gab ich nochmal Gas und holte noch einige ein und wurde am Ende dritter.

Zweites Rennen, neuer Modus
Die Frage, ob jeder seine Startnummer kennt, musste ich erstmal mit „Nein“ beantworten. Nach kurzer Rückfrage an den Starter hinter mir und auch das geklärt. Der Modus diesmal: jede Runde fliegt der letzte raus!

Start und ich setzte mich an Position 3, dort blieb ich auch, bis ich mich nach einigen Runden umdrehte und bemerkte es ist gar keiner mehr hinter mir ist. Also ließ ich ausrollen und wurde somit wieder dritter.

Fazit: Bahn macht echt Spaß!

Die Übersetzung muss noch angepasst werden und das war bestimmt nicht das letzte mal. Und es ist richtig anstrengend – also genau mein Ding.

Bis zum nächsten Start auf der Bahn,

Euer Jens!

PS: Habt ihr auch schonmal die Bahn getestet? Schreibt Eure Erfahrungen in den Comments.

Ernährung beim 24h-Rennen

Egal ob mit dem MTB oder dem Rennrad, ein 24-Stunden-Rennen ist immer eine Qual. Sowohl für Körper, Geist, aber halt auch den Magen und die Ernährung. Da ich gerade das 24h-MTB-Rennen am Alfsee im 6er-Team hinter mir habe, möchte ich gerne meine persönlichen Erfahrungen und Tipps mit euch teilen.
Bitte bedenkt dabei, ich bin kein Experte auf diesem Gebiet und mein Wissen beruht zum größten Teil auf eigenen Erfahrungen.

Was brauche ich?

Meine Grundausstattung an Lebensmitteln habe ich eigentlich immer selbst dabei, den Rest gibt es meistens während des Rennens beim Veranstalter oder (wenn man wie ich Glück hat) beim eigenen Team-Betreuer 🙂

Fangen wir mal mit dem leichteren Teil an, die Wahl der Getränke. Auf der Runde habe ich zwar immer eine gefüllte Trinkflasche dabei, aber man kommt relativ selten zum Trinken. Außerdem ist das in einer halben Stunde pro Stint auch kaum nötig. Meistens habe ich dann in meiner Trinkflasche den Body Attack Carbo Loader, der meinen Bedarf an schnellverdaulichen Kohlenhydraten und Vitaminen während der Belastung deckt, sowie die Speicher in den ersten Minuten der Erholungsphase wieder auffüllt.
Zwischendurch trinke ich dann möglichst viel Wasser, ggf. Kaffee oder auch andere Iso-Getränke zur Abwechslung. Wie so oft gilt auch hier die Prämisse, zu viel trinken kann man fast gar nicht.

Beim Essen ist alles schon etwas schwieriger, hier muss auf viel mehr, als nur die reine Menge oder die Inhaltsstoffe geachtet werden. Aus meiner Sicht ist der wichtigste Punkt hier die Verträglichkeit. Ich musste es gerade selber wieder feststellen, irgendwann in der Nacht hat man nach seinem Stint keinen Appetit, aber der Magen grummelt trotzdem vor sich hin. Lust zu essen hat man keine und trotzdem muss der Magen zumindest ein wenig gefüllt werden. Ich empfehle in solchen Fällen etwas magenschonendes, wie Milchreis, Kartoffel-Pürree oder einfaches Porridge mit oder ohne Früchten wie Bananen, Äpfel oder Apfelmus. Wenn der Magen keine Probleme macht landen gerne Nudeln mit Pesto oder Tomatensoße auf dem Teller und Kuchen steht auch meistens auf dem Buffet. Die meisten Veranstalter setzen zur Verpflegung ebenfalls auf Pasta, sowie geschmierte Brote und Kuchen.
Wichtig ist meiner Ansicht nach nicht nur die Menge (nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig), sondern auch der Zeitpunkt. Am besten greift man sich das am längsten zu verdauende Essen als erstes und ruht sich dann erst aus. Das könnte dann konkret so aussehen:

  1. lockeres Ausfahren und Zufuhr von Flüssigkeit
  2. Zufuhr von kohlenhydratreichem Essen
  3. je nach Magen- und Völlegefühl kann man kurzfristig vor dem nächsten Stint noch eine Kleinigkeit (dann eher etwas zuckerhaltiges) zu sich nehmen
  4. Warmfahren für den nächsten Stint, dabei wieder Zufuhr von genügend Flüssigkeit

Vor und nach der Schlafphase

Meistens plant man bei einem 24h-Rennen in der Nacht mindestens eine längere Pause ein, in der man sich für einige wenige Stunden Schlafen legen kann. Ich versuche es so einzuplanen, dass ich vor dem Nickerchen eine Portion Porridge oder Müsli mit Body Attack Extreme Whey Deluxe zu mir nehme, um die Muskulatur zumindest ein wenig zu regenerieren. Dann geht es frisch geduscht in den Schlafsack und hoffentlich schnell ins Land der Träume. Der Wecker sollte möglichst frühzeitig klingeln, denn vor dem nächsten Stint ist wieder einiges zu beachten. Erstens sollte man richtig wach werden, dann sollte man unbedingt tief in sich rein hören was der Magen einem sagt. Wenn man ein leeres Gefühl hat, dann sollte man unbedingt noch ein wenig essen, um nicht auf dem Rad Probleme zu bekommen. Auf jeden Fall sollte man zu diesem Zeitpunkt weiterhin genügend Flüssigkeit zu sich nehmen, denn den Verlust an Flüssigkeit bekommt man selbst kaum mit.

…und nachts?

Gerade wenn es nachts auch noch kalt ist (wir hatten zum Teil nur 2° Temperatur) sollte man versuchen auch warmes Essen zu sich zu nehmen, da bieten sich natürlich Nudeln oder ähnliches an. Wenn nun aber der Magen gerade schon voll ist, dann kann man sich mit einem Becher Brühe oder Nudelsuppe behelfen.

Grundsätzlich habe ich mir diese Grundsätze gesetzt

  • NIE zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen
  • IMMER auf den eigenen Magen und das eigene Gefühl hören – nicht zu viel und nicht zu wenig essen
  • nicht zu einseitig essen, gerne variieren und dem Magen Abwechslung verschaffen
  • immer versuchen die Defizite wieder auszugleichen
  • und vor allem, NIE zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen 😉

 

Was für Tipps und Erfahrungen habt ihr selbst gemacht, was könnte ich für mein nächstes 24h-Rennen noch anders machen? Schreibt es gerne in die Kommentare!

 

Test: Schwalbe ProCore MTB Reifensystem – Luft in zwei Kammern


Unser Zweimeter-Mann Stefan hat zwar von Gewicht her schon mächtig abgenommen. Aufgrund seiner Größe liegt er aber immer noch über den empfohlenen Systemgewicht für Tubeless. Tubeless am MTB bedeutet aber: Niedriger Luftdruck, mehr Grip. Also habe ich mir überlegt wir Probieren am Hinterrad seines Stevens Sonora SL mal das ProCore System von Schwalbe aus.

Im Winter hatte ich eine MTB Zeitung in der Hand, wo ein Profi sein Marathon Bike vorstellte. Dort erzählte er, das er am Hinterrad für mehr Sicherheit das Schwalbe Pro Core System installiert hatte. Die Neugier war geweckt. Nach ein wenig Recherche fand ich das eine gute Lösung für Stefan um trotz eines Systemgewichts von ca. 120kg auf Tubeless umzurüsten.

Einfache Montage
Also habe ich dann vor ein paar Wochen das System am Hinterrad von Stefan Bike montiert. Die Montage war gar nicht so schwer wie befürchtet und da ich schon Erfahrungen mit Tubeless an meinen eigen Räder habe, musste ich nur einmal die Funktionsweise verstehen und dann war die Montage auch schnell erledigt.

Schwalbe Pro Core kurz erklärt: Es wird ein „Rennradreifen mit Schlauch“ aus Plastik im MTB Reifen montiert. Durch den Reifendruck im „Rennradreifen“ von 4-6 Bar wird so die Felge vor Durchschlägen geschützt und der MTB Reifen daran gehindert von der Felge zu rutschen.

Angenehmes Fahrverhalten
Nach den ersten Ausfahrten können wir sagen das das auch bei höherem Systemgewicht super funktioniert. Stefan fährt auf dem Hinterrad zur Zeit einen Druck von ca. 2.2 Bar und hat keinerlei Probleme. Im Gegenteil: Er kann einen niedrigeren Luftdruck als zuvor fahren und profitiert so von besserem Grip. Und: Die sonst ungeliebten Durchschläge bei Wurzeln & Co werden durch die innere Kammer abgemildert. Statt auf die Felge bleiben sie auf dem Schlauch, der sie gut abfedert.

Fazit: Das bisschen Zusatz Gewicht zahlt sich aus. Das Schwalbe ProCore bringt mehr Sicherheit, Spielraum beim Luftdruck und weniger Angst vor Durchschlägen. Auch bei höherem Systemgewicht funktioniert das System bisher ohne Probleme.

Getestet von Jens

Die MTB-Saison ruft: Nils‘ Racebike

Zur 2019er MTB-Saison stellen wir hier unsere Race-Bikes vor:

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Nils fährt seit 2018 sein neues Cube und geht somit mit erprobtem Material in die Saison. Natürlich gibt es trotzdem immer ein paar Änderungen über den Winter 😉

Rahmen: Cube Elite C:68 29 Zoll
Gabel: Rock Shox Reba RLT
Bremsen: Shimano XT M8000
Schaltung: Shimano XTR 10-fach
Kurbel: Sram X0 2-fach
Lenker: Answer ProTaper 660mm
Vorbau: 3T RRX-Pro 90mm
Sattelstütze: ROSE RC-170 Flex Carbon
Sattel: Selle Italia SLR XP
Laufräder: Novatec / BOR XMD 333
Reifen: Schwalbe Racing Ralph 2,25 (hinten) / Schwalbe Rocket Ron 2,25 (vorne)

Gewicht 9,7 kg

 

Schwalbe Pressure Prof

Schwalbe Pressure Prof

Selbstverständlich weiß ein jeder von uns mit was für einem Reifendruck er an seinem MTB fährt… Oder etwa doch nicht?

Auf jeden Fall gibt es zum Thema Reifendruck mehr Meinungen als Stollen an einem Schwalbe Racing Ralph, gar keine Frage. Und natürlich ist der „richtige“ Reifendruck von sehr vielen Faktoren abhängig. Dazu zählen das Gewicht, die Fahrweise, der Untergrund das Reifensystem (mit Schlauch, Tubeless oder sogar mit Schwalbe ProCore) und noch einiges mehr.

Schwalbe versucht hier nun seine Kunden mit wichtigen Informationen zu versorgen und schreibt dazu folgendes:

Die einzige Verbindung zwischen Bike und Untergrund sind die Reifen und kein Teil am MTB beeinflusst das Fahrgefühl so sehr wie sie. Von ihnen hängt überproportional ab, ob die Leistungsfähigkeit von Bike und Fahrer überhaupt ausgereizt werden kann. Ist der richtige Reifen gefunden, gilt es den Luftdruck individuell zu bestimmen, denn nur so können die Reifen ihre ganze Performance ausspielen.

Nur selten werden Mountainbikes mit dem richtigen Luftdruck gefahren. Viele Biker haben deutlich zu viel oder zu wenig Luft im Reifen und können so weder die Performance des Reifens, noch die des Bikes ausschöpfen. Mit dem MTB Tire Pressure Prof lässt sich der optimale Luftdruck im Reifen einfach und schnell online berechnen. Für alle Facetten des Mountainbikens mit Optionen für jeden Biker.

Auch als erfahrener Biker sollte man hier vielleicht einmal einen Blick drauf werfen und sich „inspirieren“ lassen. Unter www.schwalbe.com/pressureprof ist der Schwalbe Pressure Prof kostenlos und auch von mobil erreichbar.

 

Fazit

PRO

  • sehr ausführliche Abfrage der Nutzungsbedürfnisse
  • ausführliche Info’s zu den Vor- und Nachteilen
  • Hinweise auf die max. verträglichen Drücke der Felgen / Reifen

Contra

  • einige Punkte fehlen in der Abfragen, z.B. ob man ein Hardtail oder Fully fährt
  • auch eine Frage nach dem Systemgewicht fehlt meiner Meinung nach

 

Test: Helm Ekoi AR 13

Alle paar Jahre sollte man sich einen neuen Helm gönnen, denn ein Helm geht nicht nur durch einen Sturz kaputt. Der Kunststoff kann durch das Transportieren, aber auch die Sonneneinstrahlung und den Schweiß des Trägers beeinträchtigt werden. Also sollte man alle paar Jahre über einen neuen Helm nachdenken. Wer mehr darüber wissen will klickt hier.

Nach einigem Hin und Her und viel Recherche im Netz entschied ich mich, auch aufgrund des günstiges Preises (dazu später mehr) für einen Ekoi AR 13 Helm aus dem Land der Tour de France. Weiterlesen „Test: Helm Ekoi AR 13“

Test: Ovales Kettenblatt am Cyclocrosser

Im September, vor dem Start der Cyclocross-Saison, muss der Crosser natürlich wieder auf Vordermann gebracht werden. Wenn man dann ein fast abgefahrenes Kettenblatt am 1-fach Antrieb sieht, kann man schon mal frühzeitig an Ersatz für die Saison denken. Gesagt, getan – dem aktuellen Trend folgend wollte ich bei dieser Gelegenheit endlich einmal ein ovales Kettenblatt testen. Also via ebay im „Reich der Mitte“ ein günstiges ovales Kettenblatt bestellt und später auch montiert. Weiterlesen „Test: Ovales Kettenblatt am Cyclocrosser“